Diese Veranstaltung ist schon vorbei

Wann:

So 4. Okt 2009, 11:00

Wo: MAK Expositur Geymüllerschlössl, Pötzleinsdorferstraße 102, 18. Währing, Wien

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Ticket-Information:

  • Erwachsener: €20,00
  • Buchungsgebühren können anfallen

Homepage:

Eingetragen von: viennaredaktion

Die monatlichen Kammermusikkonzerte im Blauen Salon lassen das
Geymüllerschlössel in Wien 18 als Treffpunkt für Musikliebhaber aufleben.
Anlässlich der Konzertmatinee am 4. Oktober 2009 interpretiert das König-
Klaviertrio Wien ausgesuchte Werke von Joseph Haydn, Victor Urbancic und
Antonin Dvořák.

Mit der österreichischen Erstaufführung des Stücks „Mala Svita“ von Victor
Urbancic wird dabei ein musikalisches Kleinod und eine echte Rarität
vorgestellt. Sibyl Kneihs-Urbancic, die Tochter des Komponisten, wird
anwesend sein und einige Worte über ihren Vater und dessen Werk sprechen.
„Mala Svita“ ist durch folkloristische und schwermütige Elemente ebenso
geprägt wie durch virtuosen Reichtum und leichte, tänzerische Bewegtheit.
Weiters stehen Joseph Haydn mit seinem berühmten „Trio all’Ongarese“
(Trio in G-Dur, Nr. 39) sowie das nicht zuletzt aufgrund seiner Kompliziertheit
und ausgedehnten Spieldauer außergewöhnliche „Trio in f-Moll, op. 65“ von
Antonin Dvořák auf dem Programm. Mit der Auswahl der Stücke garantieren
Julia Tinhof (Klavier), Stephan Achenbach (Violine) und Shamita Achenbach-
König (Violoncello) ein Musikerlebnis in einem ganz besonderen Rahmen.

Der gebürtige Wiener Urbancic, geboren am 3. August 1903, gestorben am
4. April 1958 in Reykjavik, gilt als Geheimtipp unter Kennern und erlebt derzeit
eine Renaissance. Er studierte Klavier, Orgel sowie Dirigieren und
Komposition in Wien. Nach seiner Promotion im Alter von 22 Jahren war er
u.a. als Solorepetitor und Kapellmeister am Theater in der Josefstadt sowie
am Stadttheater Mainz und an der dortigen Musikhochschule tätig. Aufgrund
der jüdischen Abstammung seiner Frau, der Philosophin, Schauspielerin und
Lyrikerin Melitta Grünbaum, entschloss sich Urbancic 1933 zunächst zur
Rückkehr nach Österreich, bevor er später nach Island emigrierte. Bis zu
seinem Tod widmete er sich der Förderung des Musiklebens in seiner neuen
Heimat. Neben seiner Unterrichtstätigkeit, dem Aufbau des Philharmonischen Chores sowie der Neugründung des Nationaltheaters, dirigierte Urbancic viele,
größtenteils isländische Erstaufführungen. Sein kompositorisches Schaffen
umfasst Kompositionen für Orchester, Chor, Kammermusik, Sologesang und
Soloinstrumente.